Archiv der Kategorie: Projekte der Vereinsmitglieder

Der Verein zu Erhalt klassischer Computer e.V. fördert gemäß §2 Nr.1 Abs.h und §2 Nr.4 der Satzung ausgewählte Projekte, die sich in besonderer Weise mit klassischen Computern auseinandersetzen. Hierzu zählen auch Hardwareprojekte, die Erweiterungen oder Ersatzteile für alte Rechner entwickeln oder nachbauen. Hier finden Sie Berichte zu diesen Projekten.

Produktion und Vertrieb historischer Computer

Unser Anliegen

In unserem Forum gibt es einen reichhaltigen Schatz an Wissen und gesammeltem Material im Bereich Hardware und Software. Es finden sich auch Scans von Handbüchern, Anleitungen usw. Viele von uns dürften zusätzlich auch über eine ansehnliche Sammlung von Computerzeitschriften, Prospektmaterial, Fotos oder sogar Filme verfügen.

In vielen dieser Zeitschriften, Prospekte usw. sind Angaben zu den Standorten der Firmen (Fabriken, Firmensitze/ Büros, Verkaufsstellen) und Fotos von Produktion, Verwaltung und Verkauf enthalten. Wir bauen hier eine systematische Sammlung von derartigen Dokumenten. In letzter Konsequenz geht es darum, die Gebäude und Fabrikations- bzw. Distributionstrukturen zu erkennen, die eventuell wichtige Zeugen für die Geschichte des Computers in Deutschland oder weltweit sein können. Außerdem geht es darum, die vorhandenen Quellen für die Erforschung durch Historiker und Vertreter ähnlicher Fachrichtungen zugänglich zu machen.

In Deutschland können Gebäude oder Gelände mit archäologischen Befunden (im Boden) durch die Denkmalämter als Boden- oder Baudenkmäler eingetragen und geschützt werden, wenn es sich um historisch bedeutsame Orte handelt. Die Verwendung von Computern ist sicherlich eine historisch bedeutende gesellschaftliche Veränderung, die dringend umfassend dokumentiert werden sollte. Über die Geräte selber stehen schon viele Daten zur Verfügung, auch hier im Forum. Wichtig ist auch die Dokumentation und Erhaltung der dahinter stehenden Strukturen der Produktion und Vermarktung. Bisher findet der Schutz von Industriedenkmalen allerdings nur teilweise statt. In Bezug auf die Computerfirmen ist festzustellen, dass viele Gebäude und Strukturen akut gefährdet sind, obwohl sie als historisch bedeutsam gelten können.

Eine Sammlung von Informationen über Produktionsstandorte usw. kann dazu dienen, solche Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und zu erhalten. Um sie schützen zu können, muss man zunächst wissen, wo die Gebäude liegen. Unser Anliegen ist in letzter Konsequenz die Erstellung einer entsprechenden Karte und die Sensibilisierung der Denkmalpfleger, indem man dort entsprechende Vorschläge einreicht.

Das Archivieren von Dokumentationsmaterial als solches ist ebenfalls eine bedeutende Aufgabe. Meistens können die offiziellen Archive aufgrund ihrer personellen und finanziellen Ausstattung die heutzutage riesige Menge anfallender Foto- und Textbelege nur unzureichend bearbeiten. In unserem Verein sind viele Menschen, die bereits Informationen gesammelt haben. Die Sammlung in unserer Datenbank soll alle Interessierten und auch jeden Historiker beglücken. Unser Verein kann mit seinem Know How sehr viel dazu beitragen, historische Computer und deren Entwicklung für die Zukunft zu dokumentieren.

Unsere Dokumentation

  • IBM Standorte
    • IBM Deutschland
    • IBM Großbritannien
    • IBM USA
  • NCR Corporation
    • NCR Corporation Augsburg
      • NCR Corporation Augsburg Campus 1
    • NCR Corporation Standort 2
  • Olivetti

Wie ich mir nach 28 Jahren Warten meinen Z1013 bastelte

Mario Keller, Mitglied in unserem Verein, hat für den IT-Nachrichtendienst GOLEM.DE einen längeren Artikel verfasst, in dem er berichtet, wie nach 28 Jahren endlich einen Bausatz des DDR Computers Z1013 erstehen konnte. Zitat: „Auf einen Trabbi jahrelang warten zu müssen, war in der DDR normal. Aber auf einen Computer? Ich habe auf meinen Mikrorechnerbausatz genau 28 Jahre gewartet. Die Mauer fiel, ich wurde erwachsen, ich wurde Sysadmin. Und jetzt endlich habe ich ihn, meinen Z1013..

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Golem.DE:

Wie ich mir nach 28 Jahren Warten meinen Z1013 bastelte

Prototypplatinen Mini ZoomFloppy Adaptor

Es handelt sich um eine Adapterplatine, um die Zoomfloppy Firmware ohne Änderungen auf einer generischen ATMEGA32U2 Platine des Typs NooGroove betreiben zu können. Das wurde inspiriert durch die diversen, wohlgemeinten Bastellösungen auf Basis dieser Platine, und die dann folgenden Problemfälle beim Finden einer passenden Firmware. Darüber hinaus sollte das fehlerträchtige Löten von Kabelverbindungen vermieden werden, sowie ein sicherer Betrieb mit dem schnellen Modus der 1571 und mit mehreren angeschlossenen Geräten ermöglicht werden. Das hat sich in Versuchen mit den Testaufbauten auch bestätigt.

Die Kosten für die Prototypplatinen wurden vom Verein übernommen, die Kosten für die übrigen Bauteile vom Urheber.

Hier die Projektseite: http://www.x1541.de/hardware/noozoom.html

Als Ergänzung existieren auch noch Adapterplatinen für den parallelen Anschluß einer Floppy an das Gerät. Diese waren z.T. ebenfalls Teil der Prototypenbestellung. Leider gab es hier in einem Fall einen Layoutfehler, so dass ich diese erst veröffentlichen kann, wenn der Fehler bereinigt ist.

Für die Zukunft ist noch eine Integration eines IEEE488 Anschlusses angedacht.

Die Grundlage für den Antrag ist eine Dokumentation des Projekts mit der Freigabe der Unterlagen unter einer Open Source Lizenz.

Firmware zum Buch: Commodore-Hardware-Retrocomputing


Commodore-Hardware-Retrocomputing. 25 Jahre nach C64 & Co.: C64 und A500 reparieren, warten und erweitern

3. A. DIN A5. Paperback. 164 Seiten. Mehr als 150 Fotos und Abbildungen. Autor: Peter Sieg. ISBN 978-3-938199-13-8. 17,80€

Vor 25 Jahren hatten viele Teenager ihre erste Beruehrung mit einem Computer meist in Form eines C64. Einige der damaligen Teenies halten ihm und seinem Nachfolger, dem Amiga, auch heute noch die Treue. Peter Sieg ist einer von ihnen. In diesem Buch zeigt er auf, wie man defekte C64 repariert, wie man die Rechner fachgerecht saeubert und von Gilb befreit, ROMs sinnvoll durch EPROMs ersetzt, SID-Karten an den C64 anschliesst und gibt viele weitere Tipps, damit die Computer laenger leben. Ein besonderes Bonbon sind die Tipps, wie man TFT-Monitore und PC-Maeuse an einen Amiga 500 anschliesst. Tipps und Anregungen, was man mit dem Minimig und dem C64DTV alles anstellen kann, runden das Buch ab. Die dritte Auflage wurde stark erweitert und enthaelt jetzt noch mehr Informationen, Tipps und Bastelanregungen rund um die Commodore-Rechner.

Verlag: http://www.skriptorium-vd.de/
Amazon: http://www.amazon.de/Commodore-Hardware-Retrocomputing-Jahre-reparieren-warten-erweitern/dp/393819913X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1245661852&sr=8-1